Zur Nacht

So schlaf denn wohl,
du zarte, sanfte Seele.
Ein schöner Traum dich hol
und kein Gedank mehr quäle.

Ich will dich hüten, doch
du musst mich dabei führen!
Und hoff du findest Ruhe noch.
Kannst du das spüren?

So tu die Augen zu,
die tiefen.
Du,
du bist immer da.

(auch wenn das reimt sich nicht:
so ist's doch ein Gedicht.)

Ich stehe am Wasser

Ich stehe am Wasser.
Nacht.
Ort meiner Kindheit.
Alter, träger, grauer Rhein,
obendrüber scheinwerferbeleuchtete Wolken
in allen denkbaren Grautönen.
Schwarze, kahle Äste ragen
dazwischen.
Und wieder
Bloc Party - So Here We Are Now.
Laut.
Ich hebe die Arme in die Luft
und halte mein Gesicht gegen den Wind.
Ich habe heute meinen Vater beerdigt.
Die alte Kirche
in der Ferne, die Eisenbahnbrücke über den Fluss.
Und dann wieder Schnee.
Und ich denke an dich. Du.
Du bist immer da.